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Heimatbühne
Vor 200 Jahren war es hierzulande noch in aller Munde, das Vogteier Platt, es war die Sprache des Alltags, des täglichen Lebens, bis die preußische Obrigkeit das Hochdeutsche zumindest für die Schule und die Kanzel vorschrieb. (In der Stendener Volksschule wurde noch bis 1828 zweisprachig unterrichtet, Deutsch und Mundart!)
In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts war es dann fast verpönt Platt zu sprechen, die Mundart verlor an Bedeutung, aber irgendwann kamen heimatverbundene Menschen darauf, dass sie gepflegt, geschützt werden müsse.
Einer von diesen war Ludwig Mintmans, von 1906 bis 1948 Lehrer an der Aldekerker Volksschule.
Er brachte Anfang der 50er Jahre die Theaterstücke „Dän Endenhof“ und „Teies Klompemakers sin Fortün“ von Eduard Poell (1836 – 1904) auf die Bühne, der nicht nur 43 Jahre Lehrer in Aldekerk war, sondern auch ein hoch geschätzter Mundartdichter. In seinen Erzählungen und Bühnenstücken hat er der Vogteier Mundart ein Denkmal gesetzt.
Nach der Gründung des Heimat- und Verkehrsvereins für Aldekerk und Umgebung im Jahre 1964 hatte die Pflege der Mundart einen hohen Stellenwert. Es fanden Mundartnachmittage statt, bei denen u. a. Gerta Solty, Thea Mündelein, Gertrud Egger, Kathrinchen Haefs , Gerhard Wellmanns, Joh. Suytings und Jakob Croonenbroeck „Döntsches on Vertellsels in Allekirksch Platt“ vortrugen.
… und wie es weiter ging
Ab 1978 wurde dann unter der Leitung von Wilhelm Sommer regelmäßig Mundarttheater gespielt. Am Anfang stand „Die Reis na Kölle“ von Eduard Poell und dann folgten bis 1982 die anderen Stücke des Aldekerker Heimatdichters. 1986 kam Gerhard Hauptmanns „Biber-pelz“ auf die Bühne, in der kongenialen Fassung auf Vogteier Platt von Gerta Solty hieß das Stück „Di Pelzjack“. Ab 1988 übernahm die Aldekerker Heimatbühne Stücke des Lanker Autors Karl Schmalbach, die dann jeweils von Wilhelm Sommer in die Vogteier Mundart übertragen wurden. Am Anfang stand „König Hendrik IV.“, 2007 wurde „Buur blift Buur“ aufgeführt. Für 2009 ist ein weiteres Schmalbach-Stück in Vorbereitung.
Eine genaue Auflistung aller Stücke der Aldekerker Heimatbühne von 1978 bis heute finden Sie auf unserem „Theaterzettel“. Eine Auswahl von Szenenfotos wird sicherlich bei manchem Erinnerungen wach werden lassen.
Die Aldekerker Heimatbühne führt alle zwei Jahre im Frühjahr ein neues Stück auf. Wer Interesse hat mitzuspielen, kann sich bei Manfred Körfer, Doulenweg 14, 47647 Kerken-Aldekerk, Tel. 1490 melden.
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präsentierte
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| 1978 |
Die Reis na Kölle |
Eduard Poell |
| 1979 |
Dän Endenhof |
Eduard Poell |
| 1980 |
Teies Klompemakers sin Fortün |
Eduard Poell |
| 1981 |
Dä Kretboom |
Eduard Poell |
| 1982 |
Dat gruete Loos gewonne |
Eduard Poell |
| 1984 |
Baas fö dri Stoond
Gretsche van Allekirk
Dän Hanomach |
Pit Öhm |
| 1986 |
Di Pelzjack |
Gerta Solty |
| 1988 |
König Hendrik IV.. |
Karl Schmalbach |
| 1990 |
Jrang Mariage |
Karl Schmalbach |
| 1991 |
Tante Trina |
Karl Schmalbach |
| 1993 |
Es wat, Opa? |
Karl Schmalbach |
| 1995 |
Dat gruete Los gewonne |
Eduard Poell |
| 1996 |
Di aalde Schruv |
Karl Schmalbach |
| 1997 |
Düür an Düür met Teies |
Karl Schmalbach |
| 1998 |
Dä fiese Möpp |
Karl Schmalbach |
| 1999 |
Tante Lieske, loat dat siin |
Karl Schmalbach |
| 2001 |
Dä schärpen Hahn |
Karl Schmalbach |
| 2003 |
On dat op Hellichoavend |
Karl Schmalbach |
| 2005 |
Dä Kermes-Clou |
Karl Schmalbach |
| 2007 |
Buur blift Buur |
Karl Schmalbach |
| 2009 |
Dä Buur mot en Frou häbbe |
Karl Schmalbach |
| 2011 |
Dä twe Engel wonen boven
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Karl Schmalbach
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1980
Die Aldekerker Laienspielgruppe im Jahre 1980 mit „Teies Klompemakers sin Fortün“ von Eduard Poell,
v. l. sitzend: Matthias Dammertz, Billa Huybers, Jakob Croonenbroeck, Gertrud Egger;
stehend v. l.: Wilhelm Sommer, Manfred Gerlings, Kurt Cardinal, Thea Mündelein, Josef Omsels, Jakob Kempkens,
Regine Mündelein, Walter Stevens, Gerta Solty, Alf Scholten, Paul Cladders und Hans Dicks. |
1986
„Die Pelzjack“ von Gerta Solty nach Gerhard Hauptmanns „Biberpelz“
v. l.: Michael Huybers, Billa Huybers, Alf Scholten, Jürgen Kaeten, Walter Stevens |
1988
„König Hendrik IV.“ von Karl Schmalbach
v. l.: Billa Huybers, Hans Bloemers, Matthias Dammertz, Willi Baumanns
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1995
„Dat gruete Los gewonne“ von Eduard Poell
v.l.: Jürgen Kaeten, Manfred Körfer, Andreas Koelen, Matthias Dammertz, Ralf Bloemers, Hans Bloemers, Josef Omsels, Herbert Willmen, Billa Huybers, Anneliese Mölders, Heike Groeger
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2001
„Dä schärpen Hahn“ von Karl Schmalbach Die Darsteller, eingerahmt vom Regisseur Manfred Körfer und der Souffleuse Heike van Hall,
v.l.:Heike Worral, Ralf Bloemers, Elsbeth Windbergs, Walter Stevens, Agathe Hegmans, Hans Bloemers und Carola Papen |
2003
„On dat op Hellichowend“ von Karl Schmalbach
v.l.: Beate Windbergs, Heike Worral, Änni Bloemers, Hans Bloemers
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2005
„Dä Kermes-Clou“ von Karl Schmalbach
v.l.: Johannes Büsch, Mathias Büsch, Agathe Hegmans, Walter Stevens, Lukas Hähnel
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2007
„Buur blift Buur“ von Karl Schmalbach
v.l.: Mathias Büsch, Agathe Hegmans, Karl-Heinz Albers, Elsbeth Windbergs, Walter Stevens (verdeckt) und im Schrank: Beate Windbergs und Ralf Bloemers
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